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Angebote & Aktivitäten

Übersicht der Sportangebote für Geflüchtete in Osnabrück

Ob im Flüchtlingshaus am Natruper-Holz oder stadtteilbezogen – in Osnabrück gibt es mittlerweile viele konkrete Angebote und Ansprechpersonen in Sportvereinen, die sich um die Integration von Geflüchteten im und durch Sport bemühen. Hier möchte der StadtSportBund einen Überblick der in Osnabrück stattfindenden Aktivitäten im Sport geben.

Sportangebot im Flüchtlingsheim am Natruper-Holz

Das Flüchtlingshaus am Natruper-Holz – Erich-Maria-Remarque-Haus genannt – ist eine Erstaufnahme-Einrichtung des Landes Niedersachsen. Die Geflüchteten, die dort untergebracht sind werden auf die Unterkünfte in den niedersächsischen Kommunen verteilt, weshalb die Aufenthaltsdauer in dem Flüchtlingshaus in der Regel nur wenige Wochen beträgt. Ein besonderes Sportangebot stellt die Einrichtung einer Fitnesshalle dar. Diese wurde im Februar 2016 mit Hilfe der Til-Schweiger-Stiftung vom SSB eingerichtet. Die dortigen Sportangebote werden durch Osnabrücker Sportvereine betreut. Hierfür besteht seit 2017 eine Kooperation zwischen den Sportvereinen und der Landesaufnahmebehörde. Weitere Infos dazu gibt die Diakonie, die die Trägerschaft des Erich-Maria-Remarque-Haus besitzt.
https://www.diakonie-os.de/angebote/fluechtlingsarbeit-migration/erich-maria-remarque-haus.html

Sportangebote im Stadtraum Osnabrück

Für die Geflüchteten, die in kommunalen Unterkünften leben und von Flüchtlingssozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern der Koordinierungsstelle für Flüchtlings- und Sozialarbeit betreut werden, möchten wir wohnortnahe und im Stadtteil stattfindende Sportangebote schaffen bzw. die Teilnahme an solchen ermöglichen. Dies gelingt nur mit Hilfe der Sportvereine vor Ort.

Mit dem Ziel, Geflüchtete in die Sportvereine und deren Angebote zu integrieren, verfolgen wir zwei Wege. Im Rahmen der Richtlinie “Integration im und durch Sport” können wir als SSB spezifische Sportangebote in Sportvereinen fördern, die den Zweck verfolgen Menschen aus sozial benachteiligten Verhältnissen eine Teilnahme an einem Sportangebot (z. B. Tischtennis oder Gymnastik für Frauen) zu ermöglichen.

Für die Teilnahme an den spezifischen Angeboten ist für die Teilnehmer keine Mitgliedschaft und kein Vereinsbeitrag erforderlich. Zudem steht die Teilnahme an diesem Sportangebot auch anderen Vereinsmitgliedern offen. In der Praxis handelt es sich zumeist um homogene Gruppen, d. h. die Geflüchteten trainieren und machen Sport unter sich.Betreut werden diese Angebote allerdings zumeist von mehreren freiwilligen Übungsleiterinnen und Übungsleitern, die auch als Ansprechpersonen und Lotsen innerhalb des Vereins agieren.

Das Ziel ist die Teilnahme an weiteren regulären Vereinsangeboten und die langfristige Teilhabe in Form einer Mitgliedschaft. Zur Finanzierung einer Mitgliedschaft besteht bei Minderjährigen die Möglichkeit des Bildung- und Teilhabepakets. Bei Erwachsenen gibt es häufig ermäßigte Beiträge oder sogenannte Mitgliedspatenschaften, die den Vereinsbeitrag von Erwachsenen möglich machen.

Ein zweiter Weg ist die Teilnahme an einem regulären Sportangebot. Die meisten Verein ermöglichen auf Anfrage ein oder mehrere “Schnupper-Trainings”, um das Angebot und die Menschen kennenzulernen. Zur weiteren Teilnahme ist dann wieder eine Mitgliedschaft erforderlich. Einige Vereine bewerben ein Teil ihrer Angebote und bieten mehrere Probetrainings und einen Ansprechpartner für das jeweilige Sportagebot an.

Interessierte Geflüchtete, die einen konkreten Wunsch haben (z. B. Basketballspielen oder Tennis) können über die Sportartensuche fündig werden und sich bei den Vereinen nach Teilhabemöglichkeiten erkundigen.